21. August 2016

Kino-Openair des Free Cinema in Lörrach

Am Samstag blieben beim Openair des Free Cinema ein paar Stühle frei, nachdem es am Freitag brechend voll gewesen war. Bild: Sabine Ehrentreich

 

„Kino im Hof – mit ohne Dach“ steht in diesem Jahr ganz im Zeichen Frankreichs. Das Free Cinema-Team zeigt gleich drei französische Filme: „Monsieur Chocolat“ am Freitag, „Frühstück bei Monsieur Henri“ am Samstag und „Alles was kommt“ am Sonntag...

 

 

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10. August 2016

Es lebe Frankreich!

Fabian Müller vom Free Cinema-Team hofft auf gutes Wetter und viele Kinofreunde beim achten „Kino im Hof“. Foto: Silvia Waßmer

 

 

„Kino im Hof – mit ohne Dach“ steht in diesem Jahr ganz im Zeichen Frankreichs. Das Free Cinema-Team zeigt gleich drei französische Filme: „Monsieur Chocolat“ am Freitag, „Frühstück bei Monsieur Henri“ am Samstag und „Alles was kommt“ am Sonntag...

 

 

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18. Mai 2016

Free Cinema veranstaltet Hof-Kino im Doppelpack

Das Free Cinema macht wieder zwei Open Airs, dieses Jahr aber beide auf dem eigenen Gelände. Auftakt ist das Wochenende vom 3. bis 5. Juni. Foto: Barbara Ruda

 

 

LÖRRACH. Das Team des Free Cinema steht bereits in den Startlöchern für seine dreitägige Open-Air-Veranstaltung "Kino im Hof", das am ersten Wochenende nach den...

 

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20. August 2015

Free Open an zentralem Ort (Badische Zeitung)

Kino auf dem Rathausplatz: Free Cinema lud an drei Abenden zum Freeopen.

Foto: Barbara Ruda

 

 

LÖRRACH. Für gemütliche Kino-Openair-Abende war das Wetter am Wochenende nur bedingt tauglich. Dabei hatte das Team vom Free Cinema mit viel Einsatz und großem Elan drei Abende organisiert – mit einer tollen Filmauswahl...

 

 

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20. August 2015

Free Open an zentralem Ort (Badische Zeitung)

Die Teamer vom Free Cinema haben sich’s auf den Streben für die Leinwand gemütlich gemacht. Foto: Barbara Ruda

 

 

LÖRRACH. Große Freude herrscht beim jungen Team des Free Cinema, dass es auch in diesem Jahr wieder ein "Free Open" veranstalten kann. Nach Marktplatz und Schwimmbad wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt der Rathausplatz...

 

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13. August 2015

Kurzweilige Abende am langen Egon (Oberbadische Zeitung)

Viele neue Gesichter, ein Teil des derzeit rund 25 Aktive umfassenden Free-Teams (v. l.): Timo Burkard, Fabio Taibi, Moritz Benedix, Lilly Marx, Lara Fortagne, Christiane Portz, Jule Sommer und Justin Lilienthal Fotos: Kristoff Meller


Lörrach.Die gute Nachricht: Es gibt auch in diesem Jahr wieder ein Open-Air-Kino in Lörrach. Allerdings findet das „Free Open“ nur an einem Wochenende und an einem neuen Spielort statt: Das Free Cinema zeigt von 4. bis 6. September die Filme...

 

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15. Juni 2015

Ins Kino regnete es vor dem Film

Kino im (Flachsländer) Hof: Nach Gewitter, Regen und Sturm am Freitagnachmittag füllten sich die Reihen für den Auftaktabend langsam

Foto: Matthias Allendörfer

 

 

Wegen des Gewitters am Freitag waren viele Plätze des Open Air Event "Kino im Hof" zunächst noch leer. Am Samstag hatten die jungen Organisatoren jedoch Glück mit dem Wetter – Sonnenschein und die bekannte Komödie "Grand Budapest Hotel" sorgten für...

 

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-> zu 15. Juni 2015

Leserbrief von Uta Lahr:

 

Doppelt ärgerlich

Zu "Ins Kino regnete es vor dem Film" (BZ vom 15. Juni) :

Als ich an diesem Montag...

 

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10. Juni 2015

Vielfalt durch Digitaltechnik

Sie hoffen auf gutes Wetter am Wochenende (v. l.): Anna Fahrnländer, Lukas Bartscherer, Lara Fortagne, Jule Timmer, Mira Ebert und Philipp Rimkus. Foto: zVg

 

 

Lörrach (was). „Hin und Weg“, „Grand Budapest Hotel“ und „Ginger und Rosa“ zeigt das Free Cinema am kommenden Wochenende, 12. bis 14. Juni, bei der sechsten...

 

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23. Mai 2015

Das Free Cinema wird freier
Filme nun digital / Auswahl früher und flexibler.

Unter Anleitung von Tobias Gubsch wird an dem neuen Rechner eine Playlist erstellt. Foto: Barbara Ruda

 

LÖRRACH. Nach der Renovierung der Bar im Obergeschoss hat das junge Free Cinema-Team mit der Digitalisierung der Technik gerade den zweiten großen Schritt Richtung Zukunft gemacht. Seit Januar 2014 ist die große Filmrolle ausgestorben und...

 

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26. März 2015

Das neue und engagierte Team des Free Cinemas: Die zweiwöchigen Renovierungsarbeiten im Innenbereich laufen auf Hochtouren. Bild: Barbara Ruda

 

 

Auf der Kippe, wie im Herbst noch manch einer befürchtete, steht das von Jugendlichen ehrenamtlich betriebene Free Cinema auf dem Flachsländer Hof nicht mehr. Ganz im Gegenteil: Im 43. Jahr des Bestehens ist über einige Neuzugänge...

 

 

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20. November 2014

Philipp Rimkus und Tobias Klauser (von links) gehören zum jungen Team des Free Cinema auf dem Flachsländer Hof-Gelände. Zur Zeit ist hier einiges im Umbruch.

Bild: Scholaster

 

 

Das von Jugendlichen betriebene Kino Free Cinema auf dem Flachsländer Hof-Areal steht vor personellen und technischen Veränderungen. Am Samstagabend boten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter...

 

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16. November 2014

Das neue Team: Simon Pfleiderer, Cesaria Kassner, Philipp Rimkus, Tobias Klauser, Amelie Geiger (hi. v.l.), Laura Klingele, Lukas Bartscherer, Anna Fahrnländer, Christiane Portz (vo, v.l.) Foto: Greiß

 

 

Von Markus Greiß Lörrach. Zuletzt hatte es geharzt beim Free Cinema. Das einzige von ehrenamtlichen Jugendlichen geführte kommunale Kino Europas litt unter Mitgliederschwund, weil mehrere Mitstreiter...

 

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29. Oktober 2014

Ein Teil des aktuellen Free Cinema-Teams (v.l.): Laura Klingele, Philipp Rimkus, Tobias Klauser, Christiane Portz, Anna Fahrnländer und Cornelius Pilgermayer. Fotos: Kristoff Meller
Foto: mek

 

 

Von Kristoff Meller
Lörrach. Am kommenden Wochenende zeigt das einzige von Jugendlichen ehrenamtlich geführte Kino Europas auf dem Gelände des Flachsländer Hofs keine Filme. Das Free Cinema will sich stattdessen „neu denken“. Die Jugendlichen planen nach einem geglückten Generationenwechsel eine Neuausrichtung, dabei soll auch die Stadtverwaltung mithelfen.

„Wir wollen professioneller werden und an unserem Image arbeiten“, erklärt Laura Klingele. Ein Generationenwechsel, verbunden mit Nachwuchssorgen, schlechtes Wetter beim Open Air und eine außer Kontrolle geratene Silvesterparty: „Das Image des Free Cinema hat in der Vergangenheit etwas gelitten“, weiß Cornelius Pilgermayer.

Das soll künftig besser werden, verspricht das motivierte Team. Als Grundstein für die Neuausrichtung ist eine „Klausurtagung“ am kommenden Wochenende angesetzt, um sich über die Zukunft, mögliche neue Projekte und bisherige Fehler auszutauschen. „Wir wollen ein sicheres Gerüst erstellen, auf dem wir künftig aufbauen können“, fasst Tobias Klauser zusammen.

In naher Zukunft ist außerdem eine Vollversammlung des Vereins geplant, da es im Vorstand einige Wechsel gegeben hat und seit dem Open Air im Parkschwimmbad Nachwuchs angeworben werden konnte. So ist der zuletzt gefährdete Kinobetrieb vorerst sichergestellt, wenngleich die Besetzung von derzeit zwölf aktiven Mitgliedern „immer noch etwas knapp“ sei und die Neuen „erst noch eingearbeitet werden" müssten, so Pilgermayer, der auf weitere Kinoliebhaber hofft.

Vom Insolvenzantrag des Nellie Nashorn sei man hingegen nicht direkt betroffen. „Viele wissen gar nicht, dass wir autonom sind“, erklärt Laura Klingele. Das Free Cinema ist lediglich Untermieter des soziokulturellen Zentrums, das wiederum das Areal von der Stadt angemietet hat. Aber natürlich sehen die Free-Mitglieder die Entwicklung im Nachbargebäude mit Sorge, denn eine Schließung hätte „auch für uns Konsequenzen“, weiß Philipp Rimkus und denkt beispielsweise an das „Kino im Hof“. „Wir arbeiten sehr gut mit Geschäftsführer Tim Krause zusammen, er ist ein sehr guter Ansprechpartner für uns und hat sehr viel auf die Beine gestellt“, lobt Rimkus.

Auf Zuschüsse angewiesen

Doch auch das Free Cinema ist von Zuschüssen abhängig, um Veranstaltungen wie das Open Air, das man 2015 gerne wieder auf dem Marktplatz durchführen würde, zu organisieren. Zumal auch das Kino selbst in die Jahre gekommen ist, eine Sanierung benötigt und die Heizung repariert werden müssten. Von der Stadt erhalten die jugendlichen Kinobetreiber laut Stadtjugendreferent Stefan Dieterle derzeit 2500 Euro als „Betriebskostenzuschuss“, von denen allerdings 1600 Euro für die Miete verwendet werden. „Für Großveranstaltungen wie das Open Air-Kino sind noch einmal 2600 Euro im Haushalt veranschlagt“, so Dieterle. Die Zuschusshöhe sei seit vielen Jahren gleich geblieben, es habe aber auch nie einen konkreten Antrag auf Erhöhung gegeben. Warum das Kino im Jugend-Haushalt der Stadt und nicht bei der Kultur angesiedelt sei, könne er sich aber auch nicht erklären. „Das Free gehört zum Image der Stadt und wir möchten, dass man uns auch als Kulturstätte wahrnimmt“, erklärt Rimkus.

Am heutigen Donnerstag sollen solche Fragen in einem Gespräch zwischen Free Cinema-Mitgliedern und Stadtverwaltung besprochen werden, um den in der Vergangenheit nicht immer einfachen Kontakt zu verbessern.

13. September 2014

MdL Josha Frey (links hinten) beim Free-Cinema-Team Foto: zvg

 

 

LÖRRACH (BZ). Das Free Cinema in Lörrach ist europaweit das einzige kommunale Programmkino, das ausschließlich von Jugendlichen geführt wird – und das seit über 40 Jahren, heißt es in einer Mitteilung des Grünen-Landtagsabgeordneten Josha Frey. Er traf sich im Rahmen seiner Sommertour mit dem Kino-Team.

Schnell wurde dabei klar: Das Free Cinema braucht engagierte Neumitglieder. Außerdem muss die Finanzierung des knappen Kinobudgets breiter aufgestellt werden. Der Abgeordnete lieferte dazu einen Beitrag: Er spendete einen Teil seiner gesetzlichen Diätenerhöhung, auf die er wie alle Fraktionsmitglieder der Grünen im Landtag freiwillig verzichtet, dem Kino. "Das Free Cinema steht seit Beginn für gut gewähltes Programmkino zu fairen Preisen und bereichert das kulturelle Angebot des ganzen Landkreises Lörrach", so Frey, der kürzlich bei der Open Air-Veranstaltung unter den Kinogängern war.

Bei der Suche nach Verstärkung für das Team sprach er sich für eine direkte Ansprache von Jugendlichen aus und zeigte sich zuversichtlich, dass sich neue Leute für die spannende Aufgabe finden würden. Sowohl filminteressierte Jugendliche wie Förderfreunde des Free Cinemas können über www.freecinema.de Kontakt mit dem Team aufnehmen, mehr über das Kino und die Kontonummer für ihre Spende erfahren.

30. August 2014

 

Lieben Kino und wünschen sich Verstärkung für das Free Cinema (v.l.): Tobias Klauser, Ruben Sommer und Finn Kessler.     Fotos: Kristoff Meller

 

 

Mitglied beim Free Cinema kann „jeder gut beleumdete Filmfreund“ werden, so steht es in der Satzung des nicht kommerziellen Kinos in der Tumringer Straße. Doch jugendliche Kinoliebhaber scheinen in Lörrach und Umgebung derzeit Mangelware zu sein. Deswegen wird es schwer, die neue Saison, die am 19. September mit dem Film „Sitting next to Zoe“ beginnt, personell durchzuhalten. „Wir haben jeden Freitag, Samstag und Sonntag Vorstellungen, für Kino- und Barbetrieb brauchen wir jedes Mal zwei Leute“, erklärt Cornelius Pilgermayer. Bei nur noch sieben aktiven Mitgliedern muss jeder einmal pro Woche ran.

Schon in der Vergangenheit gab es beim Free Cinema stets Fluktuation. Studium, Ausbildung, Auslandsjahr – nach der Schulzeit zog es die Mitglieder oftmals in die weite Welt. Doch in den vergangenen Jahren gab es stets genug Nachwuchs. Derzeit ist der kaum in Sicht. „Das Free Open im Parkschwimmbad haben wir nur gestemmt, weil Moritz Lahr und ich da gewesen sind“, sagt Ruben Sommer, der wie Lahr trotz Studium in den Semesterferien weiter das Free Cinema unterstützt.

Hoffnung auf „A-Cinema“-Projekt

Zu den personellen Sorgen gesellen sich finanzielle. Denn seit 2014 werden neue Filme nicht mehr als 35mm-Version hergestellt. „Darum müssen wir in die neue Digitaltechnik investieren, wenn wir neue Filme zeigen wollen", weiß Tobias Klauser. Die Umrüstung würde aber mindestens 80 000 Euro kosten. Eine Summe, die der Verein selbst mit der Hilfe seiner Sponsoren und der Stadt, die derzeit durch einen Förderbeitrag indirekt die Miete bezahlt, nicht aufbringen kann. Deswegen setzen die jungen Cineasten ihre Hoffnungen in das „A-Cinema“-Projekt, initiiert von der Cinémathèque Leipzig. Damit soll die Umrüstung für einen niedrigen vierstelligen Bereich machbar sein.

Doch selbst wenn das funktioniert, steht die Zukunft des Free Cinemas zur Diskussion: „Wir sind an einem Punkt, wo man überlegen muss, wie es künftig weiter gehen soll,“ sagt Sommer. Man müsse im Verein ein neues Konzept erarbeiten, um das „Free nachhaltig zu gestalten“ und neue Mitglieder gewinnen, die „auch Verantwortung übernehmen“. Damit im laut eigener Aussage einzigen von Jugendlichen ehrenamtlich geführten Kino Europas auch künftig die Filmliebhaber auf ihre Kosten kommen.

Interessierte Jugendliche sind jeden Dienstag, 20 Uhr, beim Treffen im Free Cinema willkommen.

 

KURZINFO:
Das nicht kommerzielle Free Cinema existiert seit 42 Jahren. Anfangs wurde es von Studenten und Erwachsenen betrieben, seit gut 15 Jahren wird es überwiegend von Lörracher Schülern geführt. Die derzeit aktiven Mitglieder sind Philipp Rimkus, Simon Pfleiderer, Finn Kessler, Tobias Klauser, Cesaria Kassner, Cornelius Pilgermayer und Laura Klingele. Mehr Informationen unter www.freecinema.de

06. August 2014

Free Cinema: Open-Air-Kino im Parkschwimmbad

 

Vorfreude auf das Kino-Open-Air des Free Cinema im Lörracher Parkschwimmbad: Finn Kessler (links) und Philipp Rimkus vom Team. Bild: RUDA

 

 

Nach dem „Kino im Hof“ Mitte Juni organisiert das Team des Free Cinema auch in diesem Jahr an zwei August-Wochenenden ein weiteres Open-Air mit ausgewählten Filmen – nicht auf dem Lörracher Marktplatz wie in den beiden vergangenen Jahren, sondern im Parkschwimmbad.
Nur ein bisschen trauern die jungen Leute noch dem alten Aufführungsort mitten in der Stadt nach, wo sie neben Kinofans auch Laufkundschaft für die Vorstellungen gewinnen konnten. Aus Rücksicht auf die Anwohner, die übers Jahr schon viele Veranstaltungen hinzunehmen haben, hat die Stadt heuer für diesen Platz keine Genehmigung gegeben. „Das ist schade“, sagt Philipp Rimkus, fügt aber gleich hinzu: „Wir freuen uns über das Ausweichquartier im Schwimmbad. Hier muss man sich halt explizit für das Open-Air entscheiden, sonst kommt man hier nicht vorbei.“ Freilich wird das Free Cinema-Team auch direkt dort für den Ort die Werbetrommel rühren.
Das Schwimmbad-Open-Air wird am Freitag und Samstag, 15. und 16. sowie 22. und 23. August stattfinden. Ein eigener Bereich mit Einlass wird vom restlichen Gelände abgesperrt. Etwa 600 Sitzplätze wird es geben – 450 auf Stühlen – die müssen dazu eigens angemietet werden und kosten pro Stück etwas mehr als zwei Euro. Zudem werden Sitzplätze auf Strohballen und -säcken angeboten. Das sind 200 mehr als in den vergangenen Jahren auf dem Marktplatz. Parkplätze für die Besucher gibt es genügend vor dem Schwimmbad und vor dem Technischen Gymnasium. Wahrscheinlich, so kündigen die Veranstalter an, wird jeden Abend vor dem Film wieder eine regionale Band auftreten, es gibt Bewirtung mit Speisen und Getränken.

Weil ein Großteil des Teams vom Free Cinema gerade nach Abschluss der Schule in die Welt oder zum Studieren aufgebrochen ist, sucht der Rest neue Leute, die Lust auf solche Aktionen und Freude am Kino haben. Wer 16 Jahre alt ist und Zeit hat, kann an den Open-Air-Freitagen um 15 Uhr zum Free Cinema im Flachsländerhof kommen und ab 16 Uhr beim Aufbauen helfen. Gesucht werden nicht nur Helfer, sondern neue Mitglieder.
Gerne hätten die jungen Leute auch den Film „Grand Budapest Hotel“ beim Open-Air gezeigt, aber den gibt es bloß noch auf Festplatte, wie Finn Kessler berichtet. Um die Umstellung auf einen teuren Festplattenprojektor zu erleichtern, wird die Gruppe während der Veranstaltungen Spenden sammeln. „Alleine können wir das nicht leisten“, sagt Philipp Rimkus. „Von den Eintrittsgeldern bekommt der Verleiher die Hälfte, vom Rest decken wir die anderen Kosten. Wer uns unterstützen mag und möchte, dass das Free Cinema in Lörrach erhalten bleibt, kann das im Schwimmbad tun. Es könnte sein, dass wir sonst in zwei oder drei Jahren gar kein Open-Air mehr veranstalten können, weil man die Filme nicht mehr anders bekommt.“ In diesem Jahr ging das noch: Zwei Streifen laufen über Filmrolle, zwei über Beamer.


Kino im Schwimmbad: Freitag, 15. August: Bonny und Clyde (der Filmklassiker); Samstag, 16. August: Prince Avalange; Freitag, 22. August: Monsieur Claude und seine Töchter; Samstag, 23. August: Big Easy Express. Beginn ist jeweils um 21 Uhr, der Einlass ab 19 Uhr. Der Eintritt beträgt fünf Euro an der Abendkasse.

15. Juni 2014

„Ein Tick anders“ lautet der Titel des Eröffnungsfilms der „Kino im Hof“ – Tage. Die Aufführung am Nellie Nashorn war fast ausverkauft. Fotos: Silvia Waßmer
Foto: Die Oberbadische

 

 

Von Silvia Waßmer Lörrach. Bereits zum fünften Mal fanden am Wochenende die „Kino im Hof – mit ohne Dach“-Tage im Kulturzentrum Nellie Nashorn statt. Diese standen diesmal unter dem Motto 35-Millimeter-Filme. „Die Filme, die wir eigentlich zeigen wollten, gab es leider nicht im 35-Millimeter-Format“, erzählt Finn Kessler vom Verein Free Cinema. Daher habe man dann die Filme ausgewählt, die sich am besten für eine Open Air Vorstellung eigneten, so Kessler weiter. „Wir wollten auf jeden Fall ein Open Air mit alten Filmen machen, um die Tradition der 35-Millimeter-Filme und damit des alten Projektors zu erhalten“, ergänzt Cesaria Kassner, ein weiteres Mitglied des Vereins. Die Rückkehr zur alten Filmtechnik kam bei den Zuschauern gut an. Nach neun Uhr abends füllte sich das Open Air Gelände am Nellie Nashorn zunehmend, und die Besucher genossen bis zum Beginn des Filmes den milden Sommerabend mit Getränken von der Free-Cinema-Bar, einem Bauernhof-Eis oder Speisen aus dem Nellie Nashorn. Die Organisatoren konnten sich über eine fast ausverkaufte Veranstaltung freuen und wünschten allen Anwesenden vor dem Filmstart einen unterhaltsamen Abend. Gezeigt wurde am Eröffnungsabend die Komödie „Ein Tick anders“ von Regisseur Andi Rogenhagen aus dem Jahr 2011. Im Mittelpunkt des Streifens steht die siebzehnjährige Eva, dargestellt von Jasna Fritzi Bauer, die unter dem Tourette-Syndrom leidet. Sie ist in ihrer Welt glücklich, meidet aber die Außenwelt so gut wie möglich, da diese bei ihr zu Stress und schlimmen Ticks führt. Deshalb verbringt sie viel Zeit alleine im Wald oder mit ihrer etwas schrägen Familie. Als ihr Vater arbeitslos wird und die Bank eine Verlängerung des Wohnungskredits verweigert, entschließen sich Eva und ihre Großmutter, dem Vater Bewerbungstraining zu erteilen. Der Erfolg dieser Maßnahme hat jedoch für Eva ungeahnte Folgen. Der Vater bekommt einen Job in Berlin, weshalb ein Umzug in eine neue Umgebung droht, den Eva unbedingt vermeiden möchte. Sie begibt sich – erfolglos – auf Jobsuche und nimmt in der Hoffnung auf Ruhm und Reichtum an einer Castingshow teil. Doch schnell wird klar, dass sie hier keine Chance hat. In ihrer Verzweiflung fasst Eva, um an Geld zu kommen, einen tollkühnen Plan, der zu weiteren unerwarteten Entwicklungen führt. Am Samstag zeigte das Free Cinema bei den „Kino im Hof“–Tagen den Streifen „Meer is nich“ aus dem Jahr 2007, in dem es um Zukunftsfindung geht. Am Sonntag stand eine Dokumentation über die Band „The Doors“ aus dem Jahr 2009 auf dem Programm. Der Verein Free Cinema, der heuer 42 Jahre alt wird, ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der kulturellen Jugendbildung verschrieben hat. Er wird von einem Team aus Ehrenamtlichen getragen und Schülern im Alter von 15 bis 23 Jahren. Das Free Cinema betreibt normalerweise ein kleines Kino mit Bar auf dem Gelände des Nellie Nashorn, in dem die Filmvorführungen am Freitag-, Samstag- und Sonntagabend wöchentlich wechseln. Von Ende Juli bis Anfang September ist hier allerdings Sommerpause. Dafür wird es – voraussichtlich Mitte August – an zwei Wochenenden ein viertägiges Open Air Kino im Lörracher Parkschwimmbad geben (wir berichteten). Das Filmprogramm dieser Veranstaltung stehe aber noch nicht fest, erklärte Finn Kessler.

12. Juni 2014

Der Wagen ist für die Free Cinema-Leute eine mobile Ticketverkaufsstation fürs „Kino im Hof“. Foto: Barbara Ruda

 

 

LÖRRACH. Sehr bedauert hat es das Team vom Free Cinema, dass die Stadt die jungen Kinomacher in diesem Jahr mit ihrem Kino Open Air vom Marktplatz weg geschoben hat – obwohl man doch so viel positives Feedback für die ersten beiden Auflagen bekommen hatte. Umso mehr freut es die engagierten jungen Leute, jetzt doch ein positives Signal für das Parkschwimmbad als Ausweichort bekommen zu haben.

Es sei nach dem Marktplatz die schönste und vor allem die grünste Alternative, die man sich beim Free Cinema habe vorstellen können, erläuterte Laura Klingele beim Pressegespräch: "Barfuß im Gras sitzen und drumherum alles grün … wir machen das Beste draus." Selbstverständlich wäre man aber gerne wieder im Herzen der Stadt gewesen, wo gerade im vergangenen Jahr bei schönem Wetter viele Leute, die vorher in einem der Straßencafés etwas getrunken hatten, vorbeikamen und sich spontan zu einem Kinoabend entschlossen. So viele Veranstaltungen dürften auf den beiden Marktplätzen stattfinden, aber gerade ihre, komplett in ehrenamtlicher Arbeit vorbereitete nicht mehr, bedauern das Team einhellig.


Mitte August wird es nun ein Open-Air im Parkschwimmbad geben, ganz rechts vom Eingang auf dem Fußballfeld. Zwar liegt dem Free Cinema die Genehmigung der Stadt noch nicht in schriftlicher Form vor, eine mündliche Zusage aber gab es laut Angaben von Cornelius Pilgermayer. Wie genau das Procedere sein wird und welche Einschränkungen es wegen des laufenden Schwimmbadbetriebs geben wird, weiß die umtriebige Mannschaft noch nicht. Eines aber schon: Im Gegensatz zum Retro-Open-Air-Kino im Hof, das von morgen, Freitag, bis einschließlich Sonntag im Nellie Nashorn stattfindet, werden dort keine 35mm-Filme gezeigt, sondern Streifen, die es nur noch in der digitalen Vorführtechnik gibt. "Grand Budapest Hotel" wäre so ein Film, der den jungen Leuten vorschwebt.

Diese neue Technik selbst anzuschaffen koste zwischen 40 000 und 50 000 Euro und sei für ein kommunales Kino utopisch, wie Pilgermayer beim Pressetermin erklärte. Um die Technik samt Anleiter für ein Wochenende auszuleihen, müssen auch 5000 Euros hingeblättert werden. Deshalb will man beim Free Cinema nun versuchen, diese beträchtliche Summe über Firmen- und privates Sponsoring zusammenzubekommen.

Aber erstmal heißt es ab morgen "Leinwand frei" für das fünfte Kino im Hof. An Freitag läuft "Ein Tick anders", ein Film, in dem es um ein Mädchen mit Tourette-Syndrom geht. "Der Streifen spiegelt die Probleme wieder, geht das aber locker und humorvoll an", fasste Laura Klingele zusammen. Damit eigne er sich gut zur Eröffnung der Kinotage. Wegen der Hitze hat das Team einen kleinen Eiswagen organisiert. Da es freie Platzwahl gibt, lohnt es sich früh zu kommen – auch weil für Getränke und Essen gesorgt ist.

04. Juni 2014

Das Team vom Free Cinema zeigt beim Nellie Nashorn Kino im Hof. Kino auf dem Marktplatz hat die Stadt nicht erlaubt. Foto: Thomas Loisl Mink

 

 

LÖRRACH. Zum fünften Mal veranstaltet das Free Cinema im Hof beim Nellie Nashorn ein Kino Open Air. Am Wochenende vom 13. bis zum 15. Juni zeigen die Organisatoren die Filme "Meer is nich" und "The Doors When you're Strange". Open-Air-kino auf dem Marktplatz wird es indes nicht geben. Die Stadt hat dem Free Cinema dafür keine Genehmigung erteilt.

Etwas nostalgisch wird es beim diesjährigen Kino Open Air. "Wir setzen bewusst auf alte Filme auf 35 Millimeter, weil die großen Filmspulen und das Rattern des Vorführgeräts erst die richtige Kinoatmosphäre ausmachen", sagt Cornelius Pilgermayer. Neue Filme gibt es überhaupt nicht mehr auf dem früher üblichen Filmband, sondern nur noch digital. Die kinogerechte Vorführtechnik für Digitalmaterial ist teuer, 5500 Euro hätte es gekostet, ein entsprechendes Gerät für das Wochenende zu mieten. Aber nicht nur das Geld war ausschlaggebend, auch die Auffassung, dass Filme auf Film einfach mehr hermachen. So sind die ausgewählten Filme schon etwas älter, aber nach Einschätzung des Free Cinema sehenswert. Mit einem Film, der eher zum Nachdenken anregt, und einem Musikfilm zeige man sehr unterschiedliche Streifen.


In "Meer is nich" geht es um ein Mädchen, das aufs Gymnasium geht und nicht weiß, was es hinterher machen soll, das eigentlich Musikerin werden möchte, doch das wollen die Eltern nicht. "Mit dieser Geschichte können sich junge Leute, aber auch die Eltern identifizieren", stellt Pilgermayer fest. Schließlich "When you're Strange", ein Film über die Rockband The Doors, die Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre für ziemlich viel Wirbel gesorgt haben und deren Musik noch heute hoch im Kurs steht. Der Film "Didi und die Rache der Enterbten" kann nicht ausgeliehen werden. Die Organisatoren wollen eine sinnvolle Alternative finden und den dritten Film als Sneak preview, also als Überraschungsfilm zeigen.

Beim Open-Air-Kino soll im Hof beim Nellie Nashorn ein sommerliches Feeling entstehen – ein Anlass, um sich zu treffen, zu reden, etwas zu essen und sich hinterher über den Film zu unterhalten. Das Free-Cinema-Team wird eine Bar aufbauen und Getränke und Popcorn anbieten. Außerdem arbeitet man mit dem Nellie Nashorn zusammen, das verschiedene Speisen und Getränke anbieten wird. Der normale Betrieb im Nellie Nashorn ruht an diesem Wochenende.

Die beiden vergangenen Jahre hat das Free Cinema Team in den Sommerferien ein weiteres Kino Open Air auf dem Marktplatz veranstaltet. Das wird es dieses Jahr nicht geben. Weil zu viele Veranstaltungen dort stattfinden, hat es die Stadt es mit Rücksicht auf die Anwohner nicht genehmigt. "Das ist sehr schade, denn es gab nie Probleme und immer nur positive Rückmeldungen", findet Philipp Rimkus. In der Überlegung ist aber, die Filme im Schwimmbad zu zeigen, aber das ist noch nicht sicher. Als weitere Option hat die Stadt den Hof der Hebelschule vorgeschlagen, doch das wollen die Filmleute nicht so recht, weil der Platz keine Atmosphäre biete und etwas zu klein ist.

04. Februar 2014

Die Jugendlichen des Free Cinema suchen dringend neue Räume als Treffpunkt für Jugendliche Archivfoto: Kristoff Meller

 

 

Lörrach. „Die Lörracher Jugendlichen brauchen (Frei)-Räume“, fordert die Lörracher Fraktion der Grünen in einer Mitteilung. Die Stadt Lörrach biete Jugendlichen eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich sportlich in Vereinen oder kulturell in Theatergruppen auszuleben. Die Kaltenbach-Stiftung oder auch der Soziale Arbeitskreis (SAK) seien weitere Anbieter für Aktivitäten, die von den Jugendlichen auch gerne angenommen würden. Und dennoch fehle etwas.

Bereits vor etwa 20 Jahren haben sich Jugendliche im „Unabhängigen Jugendforum“ (ufo) für ein autonomes Jugendzentrum stark gemacht, so die Grünen. Jugendliche suchten damals schon Räume, in denen sie sich in nichtkommerzieller Atmos-phäre treffen können. Andererseits wurden auch Räume für Musikbands gesucht. Aus diesem Engagement heraus entstand das heutige „Wasserwerk“. Bis heute aber fehlen den Jugendlichen Räume, die sie selbst verwalten und gestalten können. Räume, in denen sie auch eigene Partys organisieren können.

Die Situation des Free Cinema zeige sehr deutlich, wie groß der Druck mittlerweile bei den Jugendlichen sei. Aus Mangel an selbstverwalteten Räumen treffen sich Jugendliche im Free Cinema auch außerhalb der Kinoveranstaltungen. Immer wieder komme es aber zu Beschwerden aus der Nachbarschaft, so dass dies nicht mehr möglich sei.

An Silvester habe das Free Cinema zusammen mit dem Nellie Nashorn eine Silvesterparty in seinen Räumlichkeiten veranstaltet, was mit sehr großem Aufwand verbunden war. Bereits lange vor Einlass bildete sich eine Riesenschlange vor der Kasse, nach Mitternacht mussten laut Mitteilung der Grünen rund 200 Jugendliche abgewiesen werden, weil der Raum voll war. Dieser Abend/Nacht habe gezeigt, dass bei den Jugendlichen in Lörrach ein Bedarf an Partys bestehe, auch ein Bedarf eigene Partys zu veranstalten, selber die Musik zu bestimmen, zu denen sie „abtanzen“ und vor allem alles zu einem Preis (Eintritt und Getränke), der auch den finanziellen Möglichkeiten der Jugendlichen entspreche.

Im Moment gebe es wieder Jugendliche aus dem Kreis des Free Cinema, die dringend nach Räumen suchten. „Eine Stadt in der Größenordnung von Lörrach braucht ein autonomes Jugendzentrum“, meint Grünen-Stadtrat Stefan Berg.

„Die Grüne Fraktion ist damals schon dem Unabhängigen Jugendforum zur Seite gestanden. Die Initiative der Jugendlichen hat auch jetzt unsere volle Unterstützung, die Stadt muss hier aktiv werden“, fordert Stadtrat Gerd Wernthaler für seine Fraktion.

15. Juli 2013

Gut gefüllt waren die Plätze beim Open-Air-Kino des Free Cinema beim Nellie Nashorn. Foto: Thomas Loisl Mink

 

 

 

05. Juli 2013

Kino unterm Sternenhimmel

Freuen sich aufs Open-Air-Kino (v."l.):Finn Kessler, Philipp Rimkus, Naomi Kassner, Cornelius Pilgermayer und Michele Giannini (vorne). Foto: Kristoff Meller

 

Von Kristoff Meller Lörrach. Zum Open-Air-"Kino im Hof " mit ohne Dach" auf dem Flachsländerhof lädt das junge Team des Free Cinemas kommende Woche, vom 12. bis 14. Juli, ein. Gezeigt werden drei nicht kommerzielle Filme. Außerdem wird es an zwei Wochenenden im August vier Open-Air-Kinovorführungen auf dem Marktplatz geben (wir berichteten). "Beim Jubiläum im vergangenen Jahr hat alles gut funktioniert, deswegen haben wir wieder die Genehmigung von der Stadt bekommen", erklärte Philipp Rimkus beim Pressegespräch. Ursprünglich sollte das "Free Open" auf dem Marktplatz im vergangenen Jahr zum 40-jährigen Jubiläum des kommunalen Kinos eine einmalige Sache sein, nun wird es am Freitag, 16. August, Samstag, 17. August, Freitag, 23. August, sowie am Samstag, 24. August, erneut vier Vorstellungen geben. Doch bevor das aus rund 15 Jugendlichen, fast alle sind Schüler, bestehende Free Cinema-Team wieder mitten in der Innenstadt die Filmleinwand aufstellt, wird in der kommenden Woche erst einmal der Innenhof des Flachsländerhofs bestuhlt. Rund 300 Sitzplätze stehen zur Verfügung, dazu gibt es eine Bar mit Popcorn und kleinen Snacks. Das Nellie Nashorn betreibt hingegen seine Gastronomie nur im Haus. Gezeigt werden mit dem 35 Millimeter-Projektor drei "Open-Air-taugliche Filme", so Michele Giannini, die bereits alle im Free Cinema zu sehen waren. Den Auftakt am Freitagabend macht die französisch-belgische Produktion "Die Fee", welche die Zuschauer in eine "ziemlich schräge" (Giannini) Fantasiewelt eintauchen lässt. Ein Performance-Trio um eine Fee und einen Nachtwächer im französischen Le Havre sorgen für skurrile Szenen. Am Samstag wird mit "Oh Boy" eine deutsche Tragikkomödie des Regisseurs Jan-Ole Gerster aus dem Jahr 2012 gezeigt. Der mehrfach ausgezeichnete Film erzählt die Geschichte eines ziellosen Berliner Ex-Studenten, der bei seinen Streifzügen durch die Hauptstadt ganz unterschiedliche Menschen kennenlernt. Den Abschluss des dreitägigen Open-Air-Kinos bildet die fiktionale Dokumentation "This ain"t California" über drei Jugendliche, die in der DDR das Skateboardfahren ausprobieren und sich bis in die internationale Spitzenklasse fahren. u Vorstellungen: Freitag, 12. Juli, "Die Fee", Samstag, 13. Juli, "Oh Boy", Sonntag, 14. Juli, "This ain"t California. Einlass ist jeweils um 19 Uhr, Filmbeginn um 21.30 Uhr. Der Eintritt beträgt fünf Euro. Vorverkauf im Nellie Nashorn, zu den Spielzeiten im Free Cinema sowie bei der mobilen Kartenbox in der Innenstadt. Mehr Informationen unter www.freecinema.de

27. Juli 2012

Die filmbegeisterten Jugendlichen des Free Cinema organisieren ein Kino Open-Air, das im August zum ersten Mal in der Stadtgeschichte auf dem Neuen Marktplatz stattfinden wird. Foto: Nadine Zeller

 

 

LÖRRACH. Die filmbegeisterten Jugendlichen des Free Cinema machen’s möglich. Zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt Lörrach findet ein Kino-Open-Air-Festival auf dem Neuen Marktplatz statt. Am 24. / 25. August, am 31. August und 1. September ist es soweit: Auf der 8,40 Meter breiten Leinwand wird an vier Tagen Programmkino laufen. Welche Filme sie zeigen, wollen die 15 Vereinsmitglieder noch nicht verraten. Nur soviel – es wird auf jeden Fall ein Film mit einem starken Soundtrack dabei sein und einer, der die Besucher zum Lachen bringt. Genaueres können sie erst sagen, wenn die Verleiher fest zusagen und ihnen den Film auch schicken. "Wir werden aber nicht von unserer bisherigen Schiene abweichen, was die Auswahl betrifft", sagt Ruben Sommer, der seit 2005 Mitglied des Vereins ist. Mit Action- und Mainstreamfilmen brauchen die Besucher also nicht zu rechnen. Was das Alter der Besucher betrifft, machen sie an alle Generationen Zugeständnisse. Wenn sie das sagen, dann meinen sie das auch so. Immerhin besuchte sie beim vergangenen Open-Air-Festival eine 80-jährige Dame. Pro Abend rechnen die Kinomacher mit ungefähr 400 Besuchern. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Los geht’s um 18.30 Uhr, dann gibt erst mal ein bisschen Musik um die Ohren. "Wir wünschen uns, dass die Musik nicht nur nebenherläuft", so Sommer. Es werden hauptsächlich junge Lörracher Bands spielen. Um 20.30 Uhr starten die Filme. In der 40-jährigen Vergangenheit des Free Cinema liefen Streifen Filme wie "Reykjavik", "Vincent will Meer" oder "Soul Kitchen", aber auch schwere Kost wie "Dancer in the Dark" oder "Der Maschinist".


1972 entstand das Free Cinema aus einer Gruppe filmbegeisterter Jugendlicher, die auch selbst drehten. Untergebracht war der Verein früher in der Alten Feuerwache. Nach und nach habe sich der Verein jedoch immer mehr zu einem Filmclub entwickelt. Vorschläge einbringen kann jeder. Auf einer Liste, die per Email herumgeschickt wird, können die Mitglieder hinzufügen, was für zeigenswert gehalten wird. Die Jugendlichen des Free Cinema arbeiten ehrenamtlich für den Verein. Wenn es alle paar Jahre vorkommt, dass ein Großteil wegzieht – wegen Studium oder Ausbildung – sind die Nachrücker meistens schon so fit, dass sie den Verein weiterführen können. Man wächst mit seinen Aufgaben. "Am Anfang weiß man grade mal so, wie der Projektor funktioniert, aber das wird dann schon", sagt Sommer. Bisher habe es jedenfalls keine Problem gegeben. Wenn es 40 Jahre geklappt habe, werde es auch weiterhin klargehen. "Wir haben mal überlegt, Checklisten einzuführen, aber letztendlich sind auch die Jüngeren irgendwann lang genug dabei, dass sie das selber stemmen können", sagt Yannic Glajcar-Berg, der Vorsitzende des Vereins. Im August werden sie genügen d Zeit haben zu üben. Die Leinwand muss wegen des Wochenmarkts jeden Abend abgebaut werden.

29. Oktober 2009

Die halbe Free-Cinema-Gruppe und der neue Projektor. Foto: Claudia Gabler

 

 

LÖRRACH. Seit 37 Jahren gibt es das alternative Kino Free Cinema in Lörrach, seit 15 Jahren ist es mit dem Kulturzentrum Nellie Nashorn auf dem Flachsländer Hof untergebracht. Lange hatte das "Free" den Ruf einer Hippie-Einrichtung, und noch heute schreiben sich die jungen Macher, zehn Gymnasiasten zwischen 17 und 19 Jahren, eine politische und soziale Ideologie auf ihre Fahnen und wollen eine anspruchsvolle Alternative zum Programm der kommerziellen Kinos bieten.

Und tatsächlich finden sich keine Blockbuster oder andere reine Unterhaltungsfilme auf dem Programm, die in erster Linie als Kassenschlager von sich reden machen oder machten. Doch wurden beispielsweise mit dem sechs Jahre alten Streifen "Soloalbum" nach dem gleichnamigen Erfolgsroman des Popliteraten Benjamin von Stuckrad-Barre und dem kubanisch-mexikanischen Film aus der kubanischen Schwulenszene "Erdbeer und Schokolade" aus dem Jahr 1993 auch leichte Komödien ins Programm der jetzigen Saison aufgenommen.

Allen Filmen des Winterprogramms aber ist ein sozialkritischer Hintergrund gemeinsam; die meisten Streifen sind aus den Jahren 2008 und 2009; deutsch- und anderssprachige Produktionen halten sich etwa die Waage. An explizit politischen und Sozialdramen werden beispielsweise in einer langen Filmnacht vom 2. bis 4. Oktober die spanisch-amerikanischen Produktionen "Che Revolucion" und "Che Guerilla" über den kubanischen Freiheitskämpfer Che Guevara und vom 20. bis 22. November der amerikanische Film "Boy A" über einen jungen Mörder gezeigt, der nach dreizehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird. Der deutschsprachige Film ist unter anderem durch "Alle anderen" (Gewinner des Silbernen Bären an der diesjährigen Berlinale, gespielt vom 4. bis 6. Dezember) und "Berlin Calling" vertreten, der die Geschichte zweier ungleicher Brüder erzählt und vom 11. bis 13. Dezember gezeigt wird.

 

Anders als mancher annimmt, ist das Free Cinema ein ganz normales Kino, das sich wie die großen Kinos gegen Gebühr Filme von Filmverleihern leiht – mit seinen 60 Plätzen aber zahlt das "Free" nur zwischen 300 und 350 Euro pro Film. Mit einer niedrigen Miete ans Nellie, einem Zuschuss von der Stadt, Sponsorengeldern und ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeitern kommt das alternative Kino gut hin. Die Kosten für die Technik aber sind enorm, weshalb die Schüler auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind – auch weil der Eintrittspreis von drei Euro, seit der Euro-Einführung unverändert, nicht erhöht werden soll. In diesem Jahr haben Wartung und Reparatur des alten Filmprojektors aus den fünfziger Jahren so viel Geld verschlungen, dass die Gruppe sich entschieden hat, ein neues Gerät anzuschaffen. Es ist wie das alte ein Profigerät, das allerdings eine wesentliche Verbesserung in Bild und Ton bietet.

Mit dem neuen Projektor werden wie in vielen, auch größeren Kinos noch 35-mm-Filme abgespielt. Diese werden in einem Paket mit sechs bis acht großen Rollen pro Film und einem Gewicht von rund 20 Kilo angeliefert. Die Rollen mit jeweils 600 Metern Film werden auf eine große Filmrolle umgespult und zusammengeklebt. Wenn das Umspulgerät defekt ist, müssen die Schüler schon mal vier Kilometer Film von Hand umspulen. Aber solche Widrigkeiten kann die jungen Filmbegeisterter, die sich dienstags um 20 Uhr im Kinocafé treffen und sich über neue Besucher und Mitglieder freuen, nicht von ihrer Arbeit für das Free Cinema abhalten.Anders als mancher annimmt, ist das Free Cinema ein ganz normales Kino, das sich wie die großen Kinos gegen Gebühr Filme von Filmverleihern leiht – mit seinen 60 Plätzen aber zahlt das "Free" nur zwischen 300 und 350 Euro pro Film. Mit einer niedrigen Miete ans Nellie, einem Zuschuss von der Stadt, Sponsorengeldern und ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeitern kommt das alternative Kino gut hin. Die Kosten für die Technik aber sind enorm, weshalb die Schüler auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind – auch weil der Eintrittspreis von drei Euro, seit der Euro-Einführung unverändert, nicht erhöht werden soll. In diesem Jahr haben Wartung und Reparatur des alten Filmprojektors aus den fünfziger Jahren so viel Geld verschlungen, dass die Gruppe sich entschieden hat, ein neues Gerät anzuschaffen. Es ist wie das alte ein Profigerät, das allerdings eine wesentliche Verbesserung in Bild und Ton bietet.

Mit dem neuen Projektor werden wie in vielen, auch größeren Kinos noch 35-mm-Filme abgespielt. Diese werden in einem Paket mit sechs bis acht großen Rollen pro Film und einem Gewicht von rund 20 Kilo angeliefert. Die Rollen mit jeweils 600 Metern Film werden auf eine große Filmrolle umgespult und zusammengeklebt. Wenn das Umspulgerät defekt ist, müssen die Schüler schon mal vier Kilometer Film von Hand umspulen. Aber solche Widrigkeiten kann die jungen Filmbegeisterter, die sich dienstags um 20 Uhr im Kinocafé treffen und sich über neue Besucher und Mitglieder freuen, nicht von ihrer Arbeit für das Free Cinema abhalten.